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Immer wieder Blasenentzündungen – können sogenannte Probiotika wirklich helfen?
Rund eine halbe Million Frauen leiden allein in der Schweiz jedes Jahr an einer Blasenentzündung – viele von ihnen sogar mehrfach. Welcher unerwartete Grund häufig hinter diesem Problem steckt, wie sogenannte Probiotika hier unterstützen können und welche Präparate wirklich ihr Geld wert sind, haben wir für Sie recherchiert.


Inhalt
Wodurch entstehen Blasenentzündungen?Vaginalmikrobiom und BlasenentzündungenWelche Bakterienstämme sind besonders wichtig?Was sind Probiotika?Mythen & FaktenWas macht ein gutes Präparat aus?Unsere TestergebnisseNur kurz auf einer kalten Parkbank gesessen, den nassen Badeanzug nicht sofort gewechselt, ein bisschen zu wenig getrunken oder ein besonders romantisches Wochenende verbracht – für viele Frauen reicht schon eine der genannten Aktivitäten, um kurze Zeit später mit ständigem Harndrang, Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen im Unterleib und vielleicht sogar Fieber konfrontiert zu werden. Da ist sie wieder, die Blasenentzündung.
Aber was steckt überhaupt hinter diesem Krankheitsbild, das – je nach Quelle – bei 60 bis 80 Prozent aller Frauen mindestens einmal im Leben, bei etwa der Hälfte davon sogar immer wieder auftritt?
Zusammenfassung
- Wissenschaftler weltweit sind sich einig: Eine ausgeglichene Vaginalflora fungiert als wichtiger Schutzschild gegen Infektionen.
- Aus diesem Grund erfreuen sich probiotische Präparate speziell für Frauen wachsender Beliebtheit.
- Grosser Produkttest zeigt jedoch: 5 von 6 Präparaten enttäuschen.
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Blasenentzündung, Zystitis, UTI oder Harnwegsinfekt – viele Namen, ein Hauptschuldiger
Bei einer Blasenentzündung handelt es sich – wie der Name schon sagt – um eine Entzündung der Harnblase. Die Entzündung wird dadurch ausgelöst, dass unerwünschte Bakterien ihren Weg in die Harnblase finden und sich dort an die Blasenwand heften.
In den meisten Fällen – ca. 80 Prozent – handelt es sich bei diesen Bakterien um Escherichia coli, welche aus dem Darm in die Scheide und von dort aus über die Harnröhre in die Blase wandern.
Wie aber kommen Darmbakterien überhaupt in die Scheide? Der Grund ist „logistischer“ Natur: Bei Frauen liegen die Ausgänge von Darm und Blase sehr nahe zusammen – es braucht also nicht viel, damit ein Bakterium diese kurze Strecke überwinden kann. Meist passiert dies durch eine falsche Intimhygiene oder häufigen Geschlechtsverkehr – letzteres prägte auch die Bezeichnung „honeymoon cystitis“, also „Flitterwochen-Blasenentzündung“.
Von dort aus muss das Bakterium nur noch den Weg durch die Harnröhre zurücklegen, um in der Blase anzukommen. Und hier liegt auch der zweite Grund, warum sich Männer kaum je mit Blasenentzündungen herumschlagen müssen, während sie für viele Frauen trauriger Alltag sind: Die Harnröhre misst bei Männern im Schnitt 20 cm – bei Frauen sind es gerade einmal 4 cm.
Behandelt werden Blasenentzündungen meist mit Antibiotika. Sie bekämpfen die Infektion und ihre lästigen Begleiterscheinungen zwar relativ schnell, doch birgt eine Antibiotikakur auch ihre Tücken. Neben den wohlbekannten Nebenwirkungen wie Ausschlägen und Magen-Darm-Problemen haben insbesondere Frauen im Anschluss oft auch mit Vaginalpilzen zu kämpfen – sie tauschen quasi eine Infektion gegen die andere. Und: Oft tritt schon bald danach wieder die nächste Blasenentzündung auf und mit ihr die Notwendigkeit einer weiteren Antibiotika-Therapie inklusive ihrer Begleiterscheinungen.
Ein weiteres Problem: Durch eine zu häufige Behandlung mit Antibiotika können Keime auf Dauer Resistenzen entwickeln, sodass das Präparat seine Wirkung verliert. Spätestens an diesem Punkt wird klar: Ein neuer Ansatz ist dringend nötig. Glücklicherweise scheint dieser bereits gefunden! Die Rede ist vom Vaginalmikrobiom.
Vaginalmikrobiom und Blasenentzündung – alles eine Frage der richtigen Bakterien?
Das vaginale Mikrobiom – auch Intimflora genannt – bezeichnet die Gemeinschaft aller Mikroorganismen, welche die Vaginalschleimhaut besiedeln: Eine vielfältige Gemeinschaft von Bakterien, Pilzen und anderen Mikroben, die in einem empfindlichen Gleichgewicht existieren.
Die exakte Zusammensetzung des Vaginalmikrobioms variiert von Frau zu Frau, aber im Allgemeinen dominieren Milchsäure-produzierende Bakterien. Jeder einzelne Bakterienstamm in dieser Gemeinschaft hat dabei klar definierte Aufgaben. Daher ist es nicht nur wichtig, dass das Mikrobiom eine möglichst hohe Diversität aufweist, sondern vor allem auch, dass ganz bestimmte Bakterienstämme in grosser Anzahl vorhanden sind.
Insgesamt ist es hilfreich, wenn das Mikrobiom eine möglichst grosse Menge an „guten“ Bakterien enthält – auch deshalb, weil dadurch für „schlechte“ Bakterien schlicht der Platz fehlt, um sich ansiedeln und vermehren zu können.

Zu den besonders wichtigen, den sogenannten Leitstämmen, gehören die folgenden:
- Lactobacillus gasseri: Wie der Name bereits vermuten lässt, produzieren Milchsäurebakterien Milchsäure. Diese wiederum sorgt für ein saures Milieu, welches potenziell pathogene, also schädliche, Keime bekämpft – wie etwa die genannten E. coli. Besonders effektiv sind dabei Bakterien der gasseri-Familie.
- Lactobacillus crispatus: Bakterien der crispatus-Familie produzieren besonders viel Wasserstoffperoxid (H2O2), welches ebenfalls antimikrobiell wirkt und so das Wachstum schädlicher Keime verhindert.
- Lactobacillus delbrueckii: Bakterien dieser Familie zeigten in Studien ein grosses Potenzial zum Schutz vor Pilzinfektionen.
- Lactobacillus plantarum: Auch hier zeigen Studien, dass Bakterien der plantarum-Familie eine Wirkung bei Pilzinfektionen haben.
Hier kommt eine entscheidende negative Begleiterscheinung von Antibiotika zum Tragen. Denn sie unterscheiden nicht zwischen „guten“ und „schlechten“ Bakterien, um das empfindliche Gleichgewicht zu erhalten. Werden durch die Therapie jedoch zum Beispiel bestimmte Bakterienstämme überproportional zurückgedrängt, können andere Stämme überhandnehmen.
Oft wird auch einfach die Gesamtbesiedelung gehemmt, wodurch insgesamt zu wenig Bakterien vorhanden sind, um die anstehenden Aufgaben – die Bekämpfung von Keimen – zu erledigen. Die Folge: Einer Neuinfektion sind damit Tür und Tor geöffnet – ein Teufelskreis.
Doch welche Möglichkeiten eröffnet diese Erkenntnis nun für die Behandlung bzw. die Prävention der genannten Infektionen? Hier kommen sogenannte Probiotika ins Spiel.
Sogenannte Probiotika – mit Bakterien gegen Bakterien?
Als Probiotika gelten Präparate, die spezifische Bakterien enthalten, die sich in einem Mikrobiom ansiedeln und es so wieder ins Gleichgewicht bringen sollen.
Im Anschluss soll es seine Aufgaben – im Falle des Vaginalmikrobioms die Abwehr potenziell schädlicher Keime – wieder vollumfänglich erfüllen können. Lästige bakterielle oder Pilzinfektionen könnten so der Vergangenheit angehören.
Doch kann das wirklich funktionieren? Und wenn ja, welches Präparat eignet sich dafür am besten? Bevor wir näher auf diese Fragen eingehen, möchten wir einige weit verbreitete Mythen, die sich um die Themen Intimgesundheit, Mikrobiom und Probiotika ranken, genauer unter die Lupe nehmen.
Mythen und Fakten zu Probiotika
Mythos 1: Eine vaginale Infektion ist ein Zeichen für mangelhafte Hygiene.
Fakt: Auch wenn eine mangelnde Intimhygiene in seltenen Fällen tatsächlich der Auslöser für eine Infektion sein kann, so liegt die Ursache doch weitaus öfter in einer übertriebenen oder falschen Hygiene.
Wie bereits dargelegt sorgen Milchsäurebakterien, welche in einem gesunden Mikrobiom meist besonders stark vertreten sind, für ein saures Scheidenmilieu, das potenziell pathogene Keime abtöten soll. Wird der Intimbereich zu häufig und eventuell auch noch mit den falschen Mitteln (z. B. Seife, welche basisch wirkt) gewaschen, wird der mühsam aufgebaute Säureschutzmantel zerstört.
Mythos 2: Probiotika, die geschluckt werden müssen, landen im Darm und können so höchstens das Darmmikrobiom unterstützen.
Fakt: Auch wenn dieser Gedankengang zunächst logisch erscheint, so besagt die Wissenschaft etwas anderes.
Gleich mehrere Studien zeigen, dass sich bei der oralen Einnahme bestimmter Laktobazillen über einen gewissen Zeitraum genau diese Laktobazillen in grösserer Menge im vaginalen Mikrobiom wiederfinden lassen. Ein Versuch mit Lactobacillus plantarum bei Frauen mit einer Pilzinfektion zeigte neben der höheren Besiedelung mit diesem Stamm sogar eine Verbesserung der Symptome.
Mythos 3: Probiotikum ist gleich Probiotikum.
Fakt: Die aktuell auf dem Markt erhältlichen Probiotika unterscheiden sich teils ganz erheblich, insbesondere in Bezug auf ihre Dosierung, die Anzahl und Art der enthaltenen Bakterienstämme, die Gesamtformulierung und auf ihre Verpackung.
Warum all diese Punkte ausschlaggebend für die Qualität eines Produktes sind, erklären wir im Anschluss. Fest steht in jedem Fall: Probiotika gehören eindeutig zu der Art von Produkten, die man nicht im „Vorbeigehen“, sondern erst nach eingehender Recherche kaufen sollte, möchte man vom Resultat nicht enttäuscht werden.
Was macht ein gutes Präparat aus – unsere Testkriterien
Nach eingehender Recherche haben wir zusammen mit Experten die fünf wichtigsten Qualitätsmerkmale identifiziert und im Anschluss daran aktuell sehr bekannte Produkte auf diese Merkmale hin geprüft.
Qualitätsmerkmal 1: Die Zusammenstellung der Bakterien
Ein gutes Mikrokulturenpräparat versucht, in seiner Zusammensetzung der eines gesunden menschlichen Mikrobioms möglichst nahezukommen. Nun sind gesunde Mikrobiota aber im Allgemeinen sehr divers – ein Präparat mit nur wenigen Bakterienstämmen hat entsprechend einen geringeren Einfluss.
Neben einer hohen Vielfalt ist jedoch auch die genaue Kombination der Stämme wichtig. Wie bereits erwähnt spielen vor allem Laktobazillen der Familien gasseri, crispatus, plantarum und delbruecki wichtige Rollen im Vaginalmikrobiom, weshalb wir für jeden dieser Stämme 5 Extrapunkte vergeben.
Auch wenn wir dies in der Punktevergabe nicht berücksichtigen, schafft eine möglichst genaue Auskunft der Hersteller zur Zusammensetzung ihres Produktes Vertrauen. Im Falle von Mikrokulturenpräparaten bedeutet dies die Nennung der konkreten Bakterienstämme, nicht nur deren Familie bzw. Gattung. Dies ist insofern wichtig, als sich konkrete Stämme innerhalb einer Familie in ihrer Wirkung ganz enorm unterscheiden können.
Qualitätsmerkmal 2: Die Dosierung der koloniebildenden Einheiten
Die Anzahl von Bakterien wird in KBE (koloniebildenden Einheiten) gemessen. Zwar klingen Zahlen wie 2 oder 4 Mrd. KBE zuerst einmal sehr beeindruckend, jedoch enthält ein gesundes Vaginalmikrobiom etwa 50 Mrd. KBE. Präparate mit einer zu geringen Dosierung fallen dadurch nicht genügend ins Gewicht, um tatsächlich eine Veränderung bewirken zu können.
Qualitätsmerkmal 3: Die Unterstützung der Vaginalschleimhaut
Damit sich die Mikrokulturen überhaupt im Vaginalbereich ansiedeln und dort ihre Arbeit verrichten können, brauchen sie einen entsprechenden Nährboden: eine intakte Vaginalschleimhaut. Das Problem: Diese ist gerade nach wiederkehrenden Infektionen oft bereits in Mitleidenschaft gezogen, was die Ansiedelung der guten Bakterien erschwert.
Mikrokulturenpräparate sollten daher neben Bakterien auch Stoffe enthalten, welche die Vaginalschleimhaut unterstützen, wie zum Beispiel die Vitamine B3, B7 und B2. Um eine möglichst breitgestreute Unterstützung zu bieten, sollten mindestens zwei Inhaltsstoffe enthalten sein, die eine erwiesene positive Wirkung auf die Schleimhaut haben.
Qualitätsmerkmal 4: Die Stabilität der Verpackung
Die Bakterien in einem Mikrokulturenpräparat werden bei der Herstellung durch Gefriertrocknung in eine Art Winterschlaf versetzt. Kommen sie in Kontakt mit Feuchtigkeit, „erwachen“ sie. Liegen dann geeignete Nahrungsquellen vor – was bei der Passage durch den Darm der Fall ist –, gedeihen die Bakterien.
Das Problem: Viele Verpackungsformen schützen die Präparate nicht ausreichend vor Feuchtigkeit. Sind Kapseln zum Beispiel nicht einzeln, sondern alle zusammen verpackt, kommen die Produkte bei jedem Öffnen in Kontakt mit Luft beziehungsweise Feuchtigkeit.
Die Folge: Die Bakterien können zu früh erwachen, finden dann jedoch in der Kapsel keine Nahrung – und verhungern.
Bei Plastikverpackungen kommt erschwerend hinzu, dass das Material Feuchtigkeit nicht vollständig abhält: Winzige Mengen an Feuchtigkeit können die Verpackung passieren. In diesen Fällen sind bei Einnahme daher nicht selten schon alle enthaltenen Bakterien abgestorben. Als Verpackungsgoldstandard gelten sogenannte Alu-Alu-Blister, bei denen jede Kapsel einzeln in eine Aluminiumkammer gebettet ist und somit optimal geschützt ist.

Am Beispiel des Testsiegers: Alu-Alu-Blister schützen Bakterien in ihren Kapseln optimal vor Feuchtigkeit.
Qualitätsmerkmal 5: Qualitätsstandards und Zertifizierung
Leider gibt es von gesetzlicher Seite kaum Vorgaben zur Herstellung von Mikrokulturenpräparaten. Aus diesem Grund werben viele Hersteller mit Zertifizierungen – die oft aber nur einen Mindeststandard abdecken. Deshalb ist es besonders wichtig, die ausgelobten Zertifizierungen genauer zu betrachten. Den höchsten Standard sichert die Produktion nach GMP (Good Manufacturing Practice), dem Arzneimittelproduktions-Standard.
Nur bei GMP-zertifizierten Herstellern können Verbraucher sicher sein, dass die Mikrokulturenpräparate nach diesem besonders hohen Standard gefertigt wurden.
Entsprechend diesen Kriterien haben wir aktuell weit verbreitete Produkte untersucht und sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

Kijimea FloraCare
Extrapunkte: enthält Lactobacillus gasseri, crispatus, plantarum und delbrueckii
Vorteile
Der Hersteller ist in medizinischen Kreisen für seine Forschung und Innovationen bekannt.
Das Produkt ist gluten-, fruktose- und laktosefrei, frei von Konservierungs- und Aromastoffen sowie frei von Süssungsmitteln.
Die sorgsam ausgewählten Bakterienstämme unterstützen in ihrer Kombination optimal den natürlichen pH-Wert des Scheidenmilieus.
Nachteile
Aufgrund der hohen Nachfrage kommt es immer wieder zu Lieferengpässen.
Unser Siegerprodukt FloraCare stammt aus dem Hause Kijimea. Diese Firma erfreut sich dank eigener wissenschaftlicher Forschung, die sogar schon im weltweit renommierten Fachjournal „The Lancet“ publiziert wurde, eines grossen Ansehens in medizinischen Fachkreisen.
Das beweist auch das vorliegende Produkt: FloraCare enthält die mit Abstand meisten Bakterienstämme, inklusive der so wichtigen Laktobazillengattungen gasseri, crispatus, plantarum und delbruecki. Ein weiteres Plus: Der Hersteller ist hier äusserst transparent und nennt für alle 33 Bakterienstämme die Stammspezifität.
Die Dosierung ist mit 10 Mrd. KBE erfreulich hoch. Gleich drei verschiedene Vitamine, B3 (Niacin), B7 (Biotin) und B2 (Riboflavin), sollen die Vaginalschleimhaut unterstützen, um so die Ansiedelung der guten Bakterien zu fördern. Auch bei der Verpackung im Alu-Alu-Blister kann der Testsieger überzeugen: Sie schützt jede einzelne Kapsel optimal vor Feuchtigkeit. Weiteres Vertrauen schafft die Zertifizierung nach dem besonders strengen GMP-Standard.
Was uns speziell bei unseren Recherchen zu diesem Produkt in besonderem Masse ins Auge gestochen ist, sind die zahlreichen überaus positiven Kundenbewertungen, die unseren eigenen Eindruck von dem Präparat unterstreichen. Hier einige Beispiele:
Martina M.
„Ein sehr gutes Produkt. Mir geht es schon nach der ersten Packung sehr viel besser. Bin sehr zufrieden.“
Hannah L.
"Ich bin mehr als zufrieden mit dem Produkt und habe bereits nach einer kurzen Einnahmezeit von 14 Tagen das Gefühl, dass die Tabletten wirken und sich meine Beschwerden verbessert haben. Ich habe zuvor ähnliche Produkte eingenommen und eigentlich keine Wirkung feststellen können so dass ich für das Produkt von Kijimea eine absolute Kaufempfehlung aussprechen kann."
Andrea W.
"Sehr gutes Produkt! Leichte Einnahme, da kleine Kapselgrösse. Viele unterschiedliche Bakterienstämme in grosser Menge enthalten. Wesentlich mehr, als in anderen probiotischen Produkten für die Vaginal Flora. Die zum Teil auch teurer waren. Ich hoffe ich erziele den gewünschten Erfolg, meine aus dem Gleichgewicht geratene Flora wieder in die Balance zu bringen."

Kijimea FloraCare konnte auf ganzer Linie überzeugen und landet daher mit 97 Punkten verdient auf dem 1. Platz.
Besonders beeindruckend: Das Produkt enthält 33 verschiedene Bakterienstämme, weit mehr als das zweitplatzierte Präparat.
Nupure Lacto Intim
Vorteile
Zucker- und glutenfrei.
Die Verpackung im Blister schützt das Produkt gut, wenn auch nicht optimal.
Stammspezifität wird auf der Verpackung genannt.
Nachteile
Mit gerade einmal zwei Bakterienstämmen bildet das Produkt in unserem Test das Schlusslicht.
Eine Packung scheint zwar auf den ersten Blick sehr günstig, enthält jedoch lediglich Kapseln für 20 Tage – ein zu kurzer Zeitraum, um das Mikrobiom nachhaltig zu beeinflussen.
Bei Lacto Intim von Nupure liegen Freude und Enttäuschung dicht beieinander: Der Zweitplatzierte enthält die in unserem Test geringste Anzahl an Bakterienstämmen, dabei keinen der als besonders wichtig identifizierten, kombiniert mit einer der niedrigsten Dosierungen.
Aber wie hat es das Produkt dann auf den 2. Platz geschafft? Zum einen durch eine GMP-Zertifizierung, die hohe Produktionsstandards garantiert, zum anderen überzeugt das Produkt mit seiner Verpackung: Auch wenn die aus Aluminium und Plastik gefertigten Blister nicht ganz dem Goldstandard (wie etwa beim Testsieger) entsprechen, so sind sie einer Plastikdose doch weit vorzuziehen.
Daneben enthält auch dieses Präparat das Vitamin B7 (Biotin) für die Vaginalschleimhaut. Ebenfalls lobenswert ist die Nennung der Stammspezifität der beiden enthaltenen Bakterienstämme – auch wenn dies nichts an der Tatsache ändert, dass zwei Stämme für ein solches Produkt schlicht nicht ausreichend sind.

Mit 50 Punkten sichert sich Lacto Intim den 2. Platz. Die Verpackung aus Aluminium und Plastik sowie die GMP-Zertifizierung überzeugen, jedoch kostet die niedrige Dosierung wertvolle Punkte.
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AAVALABS Women's Probiolac
Extrapunkte: enthält Lactobacillus crispatus und plantarum
Vorteile
Frei von Gluten, Lactose, Konservierungsmitteln und künstlichen Geschmacksstoffen.
Erfreulich hohe Dosierung.
Nachteile
Die Verpackung ist für den Inhalt ungeeignet.
Bei der empfohlenen Einnahmemenge reicht die Packung nur für knapp drei Wochen.
Die Stammspezifität wird nicht genannt.
Women’s Probiolac der finnischen Marke AAVALABS überzeugt mit einer hohen Dosierung von 15 Mrd. KBE pro Kapsel. Weniger gut sieht es jedoch bezüglich der Vielfalt aus: Es sind gerade einmal 4 verschiedene Bakterienstämme enthalten. Auch wenn mit den Laktobazillen crispatus und plantarum immerhin zwei der genannten Leitstämme darunter sind, ist diese Anzahl einfach zu gering. Zudem erfahren Verbraucherinnen auch nicht die genaue Stammspezifität – eine selbstständige weiterführende Recherche ist dadurch kaum zielführend.
Zwar enthält das Produkt L-Glutamine, bei dem von einem positiven Einfluss auf Schleimhäute ausgegangen wird, doch ist die Studienlage – insbesondere bezüglich der Vaginalschleimhaut – noch nicht ausreichend. In diesem Bereich bewährte Vitamine sucht man dagegen vergeblich. Auch die Verpackung enttäuscht, da die – zusätzlich auch noch durchsichtige – Plastikdose den Inhalt nicht ausreichend schützt.
Erfreulich ist jedoch die GMP-Zertifizierung, da sie einen hohen Produktionsstandard verspricht und somit bei Verbraucherinnen Vertrauen schafft.

Mit 47 Punkten belegt Women’s Probiolac den dritten Platz.
Punkten konnte das Produkt vor allem mit der hohen Dosierung und einer GMP-Zertifizierung, Abzüge gab es dagegen in den Bereichen Vielfalt und Verpackung.
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Casida ProbioFemin
Extrapunkte: enthält Lactobacillus gasseri und plantarum
Vorteile
Enthält Inulin als Präbiotikum, welches allerdings bei manchen Menschen zu Blähungen führen kann.
Vegan.
Sehr hohe Dosierung.
Nachteile
Keine Zertifizierungen.
6 Stämme sind für ein Mikrokulturenpräparat nicht ausreichend.
Die Verpackung schützt das Produkt nicht ausreichend vor eindringender Feuchtigkeit.
Unser viertplatziertes Produkt macht auf den ersten Blick einiges her: Eine ungemein hohe Dosierung, Unterstützung der Vaginalschleimhaut durch Vitamin B3 (Niacin) sowie Cranberry-Extrakt und D-Mannose, welche Unterstützung bei Blasenentzündungen bieten sollen, sowie immerhin sechs verschiedene Bakterienstämme, inklusive Lactobacillus gasseri und plantarum. Warum also nur Platz 4?
Zum Ersten ist zweifelhaft, ob die Anzahl von sechs Bakterienstämmen – auch wenn das Produkt in unserem Test dabei das Mittelfeld einnimmt – wirklich für den Aufbau der Scheidenflora ausreicht. Positiv ist dagegen die Nennung der genauen Stammspezifität der enthaltenen Bakterien.
Während die Wirkung von Vitamin B3 auf die Vaginalschleimhaut gut belegt ist, sieht es mit Cranberry-Extrakt und D-Mannose leider anders aus: Bei beiden Stoffen fehlen bisher aussagekräftige Studien, die einen Nutzen belegen könnten. Ein weiteres Manko stellt die fehlende GMP-Zertifizierung dar. Zwar spricht der Hersteller selbst von „Apothekenqualität“, da dieser Begriff jedoch nicht geschützt ist, sind die tatsächlichen Produktionsstandards nicht nachvollziehbar. Auch die Verpackung in der Plastikdose kann nicht überzeugen.

Mit 42 Punkten landet ProbioFemin von Casida auf dem 4. Platz. Positiv ist dabei die hohe Dosierung hervorzuheben, leider fällt jedoch die Diversität eher gering aus, eine GMP-Zertifizierung fehlt komplett.
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Scheunengut Frauenflora
Extrapunkte: enthält Lactobacillus crispatus
Vorteile
Vegan.
GMP-Zertifizierung.
Hohe Dosierung.
Nachteile
Uneindeutige Angaben zu Dosierung.
Die Stammspezifität wird nicht genannt.
Enthält lediglich 4 verschiedene Bakterienstämme.
Knapp dahinter liegt Frauenflora von Scheunengut auf dem 5. Platz. Es enthält gerade einmal vier verschiedene Bakterienstämme, von den empfohlenen Leitstämmen dabei sogar nur einen einzigen (Lactobacillus crispatus). Die Dosierung ist erfreulich hoch, doch es braucht einiges an Detektivsinn, um sie überhaupt errechnen zu können, da die Herstellerangaben dazu doch recht verwirrend sind. Leider wurde bei der Formulierung ausserdem nicht an die Vaginalschleimhaut gedacht. Entsprechend ist unsicher, wie viele der enthaltenen KBE sich tatsächlich ansiedeln können.
Wie bei so vielen anderen Produkten im Test wurde auch hier der Schutz des fertigen Produktes nicht ausreichend bedacht und sich stattdessen für eine günstigere Plastikdose entschieden. Die GMP-Zertifizierung ist zwar durchaus erfreulich, aufgrund der genannten Schwächen reicht es aber trotzdem nur für den vorletzten Platz in unserem Test.

Frauenflora belegt in unserem Test mit 41 Punkten den vorletzten Platz. Die zu geringe Diversität sowie das Fehlen von Inhaltsstoffen speziell für die Unterstützung der Vaginalschleimhaut können durch eine GMP-Zertifizierung nicht ausgeglichen werden.
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Carnium Botanicals Herbiotic
Extrapunkte: enthält Lactobacillus plantarum
Vorteile
Vegan.
Enthält FOS als hochwertiges Präbiotikum.
Glutenfrei.
Nachteile
Für Herbiotic von Carnium Botanicals reicht es gerade einmal für den letzten Platz. Zwar enthalten die Kapseln der slowenischen Firma zumindest 6 verschiedene Bakterienstämme, inklusive Lactobacillus plantarum. Damit liegt das Produkt bei diesem Test zwar noch im Mittelfeld, jedoch mit grosser Entfernung zum Testsieger. Zudem gibt der Hersteller keine Stammspezifitäten an, was Verbraucherinnen die Möglichkeit zur weiterführenden Recherche verweigert.
Jede Kapsel enthält 5 Mrd. KBE, was für ein solches Produkt schlicht nicht ausreicht. Zumindest versucht der Hersteller jedoch nicht, diese niedrige Dosierung künstlich „hochzurechnen“. Zwar enthält das Produkt Preiselbeer-Extrakt und D-Mannose, welchen allerhand positive Wirkungen nachgesagt werden, jedoch werden diese bisher von der Wissenschaft nicht unterstützt. Vitamine oder Zusatzstoffe, welche sich erwiesenermassen positiv auf die Vaginalschleimhaut auswirken, sucht man dagegen vergeblich.
Ebenso enttäuscht die Verpackung: Eine einfache Plastikdose ist nicht geeignet, den Inhalt angemessen vor eindringender Feuchtigkeit zu schützen. Leider kann bei einer solchen Mängelliste auch die durchaus positiv zu bewertende GMP-Zertifizierung nichts mehr am letzten Platz ändern.

Mit einer geringen Diversität, einer niedrigen Dosierung und dem völligen Verzicht auf Inhaltsstoffe zur Unterstützung der Vaginalschleimhaut erreicht HerBiotic nur 36 Punkte und damit den letzten Platz unseres Tests.
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Fazit
Blasenentzündungen gehören für viele Frauen zum Alltag – ein Umstand, der jedoch nicht dazu verleiten sollte, das Problem zu bagatellisieren. Schliesslich sind nicht nur die damit verbundenen Symptome äusserst unangenehm, sondern kann sich eine verschleppte Blasenentzündung auch auf die Nieren schlagen und dort langfristige Schäden verursachen.
Eine Behandlung mit Antibiotika ist zwar meist wirksam, doch darf nicht vergessen werden, dass diese oft ihre eigenen Probleme mit sich bringt – nicht zuletzt ein gestörtes Mikrobiom, welches wiederum eine Neuinfektion begünstigen kann.
Der Ansatz, das Mikrobiom mit geeigneten Präparaten zu unterstützen, erscheint daher besonders erfolgversprechend. Wie gezeigt wurde, können Mikrokulturenpräparate dieses nachweislich positiv beeinflussen. Wie unser Test jedoch zeigt, sind die Qualitätsunterschiede zwischen den aktuell erhältlichen Präparaten teilweise enorm. Eine eingehende Recherche vor der Kaufentscheidung ist damit unbedingt angeraten.
Eine erfreuliche Ausnahme bildet dabei unser Testsieger: Er konnte unser Expertengremium dank seiner durchdachten Zusammensetzung vollumfänglich überzeugen.
Bi Z et al. “Effect of Lactobacillus delbrueckii subsp. lactis on vaginal radiotherapy for gynecological cancer.” Scientific reports vol. 13,1 10105. 21 Jun. 2023, doi:10.1038/s41598-023-37241-7
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Frank Mehrbach wurde 1965 in Hamburg geboren und lebte seine Leidenschaft für das Schreiben schon früh durch sein Mitwirken in diversen Studentenzeitungen aus. Nach seiner akademischen Laufbahn besuchte er zahlreiche Seminare und Vorträge rund ums Thema Gesundheit, durch die er sein journalistisches Handwerk mit seiner Leidenschaft für Medizin kombinieren konnte. Mehrbach schrieb für verschiedene medizinische Fachzeitschriften und Gesundheitsmagazine.
2005 trat Frank Mehrbach schliesslich dem Redaktionsteam von Fachmagazin Apotheke bei. Dank seiner fundierten Kenntnisse aus dem Gesundheitssektor und seinem Talent für präzise und verständliche Wissenschaftskommunikation stieg er schnell die Karriereleiter hoch. Im Jahr 2015 übernahm er die Position des Chefredakteurs.
Unter Mehrbachs Leitung veröffentlicht Fachmagazin Apotheke eine Vielzahl von Artikeln und Reportagen, die sich sowohl an medizinisches Fachpublikum als auch interessierte Laien richtet. Sein Ziel ist es, komplexe medizinische Themen verständlich darzustellen und gleichzeitig den neuesten Stand der Forschung zu präsentieren. Frank Mehrbach ist bekannt für seine sorgfältige Recherche und sein Engagement für qualitativ hochwertigen Journalismus.
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