Viele Menschen fühlen sich im Alltag oft träge, erschöpft und angeschlagen. Inmitten vieler Gesundheitstrends hat sich mittlerweile das sogenannte Detoxing als vermeintlicher Alleskönner etabliert, der wieder zu mehr Energie verhelfen soll.

Unsere Experten haben untersucht, was genau hinter dem Begriff steckt, welche Effekte eine solche Kur haben kann und welche überraschende Rolle der Darm in diesem Zusammenhang spielt – und wie wir unseren Körper darüber hinaus unterstützen können.

Zusammenfassung

  • Die Wissenschaftler sind sich einig: Der Darm und die in ihm lebenden Bakterien haben grossen Einfluss auf den ganzen Körper.
  • Aus diesem Grund erfreuen sich sogenannte Probiotika wachsender Beliebtheit.
  • Trotz ihrer Unterschiedlichkeit gibt es einige fundamentale Qualitätskriterien, anhand derer wir beliebte Produkte getestet haben.

Detox: Fakt oder Wunschdenken?

Umweltgifte, Inhaltsstoffe verarbeiteter Lebensmittel oder eine ungesunde Lebensweise: Das alles soll laut Anhängern von Detoxing mit den Jahren dafür sorgen, dass sich Giftstoffe in uns ablagern und unser Körper aus dem Gleichgewicht gerät. Detox ist die Abkürzung für Detoxification, also Entgiftung. Dabei geht es allerdings nicht um medizinische Entgiftung, sondern um eine alternative Methode, um angeblich angesammelte «Schlacken» aus dem Körper zu entfernen.

Normalerweise sorgen unsere Entgiftungsorgane – Leber, Nieren und Darm – selbstständig dafür, unerwünschte Stoffe auszuscheiden. Durch die Veränderungen in unserer Umwelt nehmen wir heutzutage jedoch oft so grosse Mengen dieser Stoffe auf, dass unsere Organe mit der inneren Reinigung nicht mehr hinterherkommen.

Entsprechend verbleiben Rückstände im Körper, werden dort gespeichert und beeinflussen ihn negativ. So soll es zu Symptomen wie hartnäckigen Fettpölsterchen, Hautproblemen, Müdigkeit, schlechter Laune und Unverträglichkeiten bzw. Allergien kommen. In den letzten Jahren haben sich – auch dank der sozialen Medien – reihenweise Detox-Ansätze entwickelt, die auf unterschiedliche Weise zur Entschlackung beitragen sollen.

Zusätzlich gibt es Detox-Hilfsmittel wie Tees, pflanzliche Kapseln und Nahrungsergänzungsmittel, die die Entgiftung unterstützen sollen. Das behaupten zumindest eingeschworene Verfechter von Detox-Kuren.

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Wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit von Detox-Kuren sind hingegen rar. Bestehende Untersuchungen zeigen, dass es keine Beweise für eine verbesserte Ausscheidung von Schadstoffen oder eine langfristige Gewichtsreduktion gibt. Dennoch berichten viele Anwender von positiven Effekten: mehr Energie, schönere Haut und ein besseres Körpergefühl.

Ein Erklärungsansatz für diese Diskrepanz zwischen persönlichem Empfinden und wissenschaftlicher Evidenz ist, dass Detox-Kuren gelegentlich einen anderen Mechanismus im Körper auslösen könnten, der wiederum für die positiven Veränderungen verantwortlich ist.

Denn: Betrachtet man, welche Organe besonders direkt von einer veränderten Ernährungsweise beeinflusst werden, kommt man schnell auf den Magen-Darm-Trakt. Und hier sieht es um die Studienlage hinsichtlich der eingangs genannten Beschwerden entschieden besser aus.

Eine zentrale Rolle in diesen Studien spielt vor allem das sogenannte Darmmikrobiom. Aber was genau ist das eigentlich?

Das Darmmikrobiom: Der stille Strippenzieher in unserem Körper

Als Mikrobiom wird die Gesamtheit der Bakterien im Darm bezeichnet. Diese kleinen Wunderwerke stehen in einem empfindlichen Gleichgewicht zueinander und erfüllen neben der Unterstützung der Verdauung viele weitere wichtige Funktionen, wodurch sie grossen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben.

Ein Ungleichgewicht in diesem Gefüge wird Dysbiose genannt. Sie kann etwa durch bestimmte Krankheiten ausgelöst werden, aber auch einfach durch äussere Einflüsse, wie zum Beispiel eine einseitige Ernährung, Stress oder verschiedene Medikamente (insbesondere Antibiotika).

Die Folgen können vielfältig sein: Eine beeindruckende Bandbreite an Studien aus aller Welt hat festgestellt, dass eine Dysbiose mit Symptomen wie Müdigkeit1, Übergewicht2,3, Hautproblemen4, einem geschwächten Immunsystem5, ja, sogar mit psychischen Beschwerden6,7 in Verbindung gebracht wird – genau die Symptome, die meistens als Grund für eine Detox-Kur genannt werden.

Könnte es also sein, dass eine Detox-Kur das Darmmikrobiom positiv beeinflussen kann?

Die Antwort: Unter Umständen. Denn Detox-Kuren gehen oft mit einer Ernährungsumstellung einher. Studien zeigen, dass ballaststoffreiche, pflanzliche Ernährung, wie sie für viele Entschlackungs-Ansätze typisch ist, das Darmmikrobiom positiv beeinflussen kann. 8

Das Problem: Die wenigsten bekannten Detox-Kuren können lange durchgehalten werden, ohne einen Nährstoffmangel zu riskieren. Daher ist ein anderer Weg deutlich vielversprechender, um eine Veränderung im Mikrobiom nachhaltig zu unterstützen und damit einen längerfristigen, gar dauerhaften Effekt zu erzielen.

Wie lässt sich das Mikrobiom langfristig unterstützen – ohne Detox?

Hier kommt ein weiterer aktueller Gesundheitstrend ins Spiel: Eine Darmkur.

Ihr Ziel: Dem Darmmikrobiom quasi einen Neustart ermöglichen, und dabei die Menge und Vielfalt der nützlichen Bakterien massgeblich erhöhen. Doch wie funktioniert so etwas eigentlich?

Die Antwort: Bei einer Darmkur werden Mikrokulturenpräparate, also sogenannte Probiotika verwendet. Diese enthalten nützliche Bakterien, wie sie auch in der natürlichen Darmflora des Menschen vorkommen. 

Entscheidend dabei: Am Anfang einer solchen Kur muss das Mikrobiom durch einen starken Aktivierungsimpuls, bestehend aus der Zufuhr einer extrem hohen Anzahl und Vielfalt von Bakterien innerhalb eines kurzen Zeitraums quasi neu gestartet werden. Wenn der Neustart dann vollzogen ist, reichen dann auch kleinere, kontinuierliche Massnahmen, um den Darm und sein Mikrobiom zu pflegen.

Ausserdem sollen im Idealfall verschiedene Inhaltsstoffe auch die dem Mikrobiom als Nährboden dienende Darmschleimhaut unterstützen, sodass langfristig auch hier kleinere Massnahmen reichen, um den Darm «in Schuss» zu halten.

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Doch welche Präparate und Produktkombinationen sind für eine Darmkur wirklich geeignet? Und können Darmkuren tatsächlich der Ursache von Beschwerden, bei denen viele Menschen zur wissenschaftlich kaum untermauerten Detox greifen, wirksam begegnen?

Zu diesem Zweck haben wir uns den Markt rund um diese Produkte genauer angesehen.

Was macht eine Darmkur aus und welche erfüllen unsere Ansprüche?

Was macht ein Mikrokulturenpräparat aus?

Hinweis: Der Begriff „Probiotikum“ ist zwar weit verbreitet, darf zur Bewerbung eines entsprechenden Produktes jedoch nicht mehr verwendet werden.

Die Redaktion hat sich stattdessen für den passenderen Begriff „Mikrokulturenpräparat“ entschieden.

Nach eingehender Recherche haben unsere Experten die 5 wichtigsten Qualitätsmerkmale identifiziert und im Anschluss daran 5 aktuell sehr bekannte Produkte auf diese Merkmale hin geprüft.

Qualitätsmerkmal 1: Die Anzahl der enthaltenen Bakterienstämme

Ein gutes Mikrokulturenpräparat versucht, in seiner Zusammensetzung der eines ausgeglichenen menschlichen Darmmikrobioms möglichst nahezukommen. Nun beherbergt ein menschlicher Darm aber nicht nur 3 bis 10 verschiedene Bakterienstämme, sondern weitaus mehr. Entsprechend sollten mindestens 50 verschiedene Stämme enthalten sein.

Qualitätsmerkmal 2: Die Dosierung der koloniebildenden Einheiten

Zwar klingen Zahlen wie 2, 4 oder 10 Mrd. kbE zuerst einmal sehr beeindruckend, jedoch enthält ein gesunder Darm nach aktueller Forschungslage 10 bis 100 Billionen Bakterien. Präparate mit einer zu geringen Dosierung fallen dadurch nicht genügend ins Gewicht, um tatsächlich eine Veränderung bewirken zu können. Experten empfehlen aktuell Produkte mit mindestens 20 Mrd. KBE.

Qualitätsmerkmal 3: Die Unterstützung der Darmschleimhaut

Damit sich die Mikrokulturen überhaupt im Darm ansiedeln und dort ihre Arbeit verrichten können, brauchen sie einen entsprechenden Nährboden: eine intakte Darmschleimhaut. Das Problem: Diese ist gerade bei Darmproblemen oft bereits in Mitleidenschaft gezogen, was die Ansiedelung der guten Bakterien erschwert. Mikrokulturenpräparate sollten daher neben Bakterien auch Stoffe enthalten, welche die Darmschleimhaut unterstützen, wie zum Beispiel die B-Vitamine Niacin und Biotin.

Qualitätsmerkmal 4: Die Stabilität der Verpackung

Die Bakterien in einem Mikrokulturenpräparat werden bei der Herstellung durch Gefriertrocknung in eine Art Winterschlaf versetzt. Kommen sie in Kontakt mit Feuchtigkeit, „erwachen“ sie. Liegen dann geeignete Nahrungsquellen vor – was im Darm der Fall ist – gedeihen die Bakterien.

Das Problem: Viele Verpackungsformen schützen die Präparate nicht ausreichend vor Feuchtigkeit. Sind Kapseln zum Beispiel nicht einzeln, sondern zusammen in einer Plastikdose oder einem Glas verpackt, kommen die Produkte bei jedem Öffnen in Kontakt mit Luft beziehungsweise Feuchtigkeit. Die Folge: Die Bakterien können zu früh erwachen, finden dann jedoch in der Kapsel keine Nahrung – und verhungern.

Bei Plastikverpackungen kommt erschwerend hinzu, dass das Material Feuchtigkeit nicht vollständig abhält: Winzige Mengen an Feuchtigkeit können die Verpackung passieren. In diesen Fällen sind bei Einnahme daher nicht selten schon alle enthaltenen Bakterien abgestorben.

Als Verpackungsgoldstandard gelten sogenannte Alu-Alu-Blister, bei denen jede Kapsel einzeln in eine Aluminiumkammer gebettet ist und somit optimal geschützt ist.

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Alu-Alu-Blister schützen Bakterien in ihren Kapseln optimal vor Feuchtigkeit.

Qualitätsmerkmal 5: Qualitätsstandards und Zertifizierung

Leider gibt es von gesetzlicher Seite kaum Vorgaben zur Herstellung von Mikrokulturenpräparaten. Aus diesem Grund werben viele Hersteller mit Zertifizierungen – die oft aber nur einen Mindeststandard abdecken. Deshalb ist es besonders wichtig, die ausgelobten Zertifizierungen genauer zu betrachten.

Den höchsten Standard sichert die Produktion nach GMP (Good Manufacturing Practice), dem Arzneimittelproduktions-Standard. Nur bei GMP-zertifizierten Herstellern können Verbraucher sicher sein, dass die Mikrokulturenpräparate nach diesem besonders hohen Standard gefertigt wurden.

Entsprechend diesen Kriterien haben wir fünf aktuell weit verbreitete Produkte untersucht und sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

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Unser Testsieger

Kijimea K53 Advance

95/100
Kijimea K53 Advance online kaufen
Platz1

Kijimea K53 Advance

Kijimea K53 Advance
Gesamtwertung
95
Anzahl an Stämmen
100
Dosierung
75
Darmschleimhaut
100
Verpackung
100
GMP-zertifiziert
100

Vorteile

Der Hersteller ist in medizinischen Kreisen für seine Forschung und Innovationen bekannt.

Mit bereits einer leicht zu schluckenden Kapsel ist die Tagesdosis abgedeckt.

Das Produkt ist gluten-, fruktose- und laktosefrei sowie frei von Zusatz-, Konservierungs- und Aromastoffen und Süssungsmitteln.

Nachteile

Cross Black

Auf Grund der hohen Nachfrage hatte der Hersteller zuletzt offenbar zeitweise Schwierigkeiten mit der Verfügbarkeit.

K53 Advance stammt von dem in der Bakterienforschung etablierten deutschen Unternehmen SYNformulas. Diese Firma erfreut sich dank eigener wissenschaftlicher Forschung, die sogar schon im weltweit renommierten Fachjournal „The Lancet“ publiziert wurde, eines grossen Ansehens in medizinischen Fachkreisen.

Das zeigt sich auch bei der genaueren Betrachtung des Produkts: K53 Advance bietet mit 53 enthaltenen Bakterienstämmen die grösste Vielfalt. Ausserdem weist das Mikrokulturenpräparat die höchste Dosierung auf und enthält zusätzlich sowohl Biotin als auch Niacin für die Unterstützung der Darmschleimhaut.

Die Verpackung im Alu-Alu-Blister entspricht dem Goldstandard, denn sie schützt jede Kapsel von der Herstellung bis zum Verzehr optimal vor Luft und Feuchtigkeit. Ausserdem sind sowohl der Herstellungsprozess als auch die Anlagen, auf denen das Präparat hergestellt wird, nach dem strengen Arzneimittel-Standard GMP-zertifiziert.

Damit erreicht K53 Advance einen Durchschnitt von 95/100 Punkten und ist unser Testsieger.

Was uns speziell bei unseren Recherchen zu diesem Produkt in besonderem Masse ins Auge gestochen ist, sind die zahlreichen überaus positiven Kundenbewertungen, die unseren eigenen Eindruck von dem Präparat unterstreichen. Hier einige Beispiele:

Paul B.

„Ich bin begeistert über die positive Veränderung. Jedem nur zu empfehlen. Angefangen von schnellem Versand bis zur schnellen Wirkung TOP!“

Mathilda M.

„Ich habe lange nach einem Probiotika gesucht das nach den höchsten wissenschaftlichen Standards produziert und verpackt wird. Wenn man sich mit dem Thema ein wenig beschäftigt, wird schnell klar, dass Kijimea hier einfach einen anderen Qualitätsanspruch hat als andere – ich bin super zufrieden!!!“

Anita Z.

„Nehme das Produkt jetzt seit einigen Wochen und fühle mich bereits deutlich besser. Habe es auch bereits an eine Freundin weitergegeben.“

Kijimea K53 Advance

Kijimea K53 Advance konnte auf ganzer Linie überzeugen und landet daher mit 95 Punkten verdient auf dem 1. Platz.

Besonders beeindruckend: Das Produkt enthält ganze 53 verschiedene Bakterienstämme, weitaus mehr das zweitplatzierte Präparat.

Kijimea K53 Advance online kaufen

Dr. Wolz Darmflora plus select

Drwolz Darmflora Plus Select
Gesamtwertung
50
Anzahl an Stämmen
0
Dosierung
25
Darmschleimhaut
100
Verpackung
75
GMP-zertifiziert
50

Vorteile

Das Produkt ist sowohl über den eigenen Online-Shop als auch über diverse Online-Apotheken verfügbar.

Mit Biotin und Niacin sind gleich zwei Wirkstoffe für die Unterstützung der Darmschleimhaut enthalten.

Nachteile

Cross Black

Mit nur 8 Stämmen bietet das Präparat bei weitem nicht die gewünschte Diversität.

Cross Black

Es liegt keine GMP-Zertifizierung vor.

Eine gute Nachricht vorweg: Auch dieses Präparat enthält gleich zwei Vitamine, die die Darmschleimhaut unterstützen sollen: Vitamin B2 und B7. Leider macht der Zweitplatzierte in den anderen Kategorien jedoch Abstriche: Er liefert lediglich acht verschiedene Bakterienstämme und ist somit weit von den empfohlenen 50 entfernt. Eine Kapsel enthält 12 Mrd. KBE, ebenfalls deutlich weniger als die empfohlenen 20 Mrd. Die Einzelverpackung im Blister ist zwar durchaus lobenswert, doch handelt es sich dabei nur um einen Plastik-Blister, der den Inhalt nicht ausreichend schützt.

Auch im Bereich Zertifizierung bleibt das Produkt dem „zwar – aber“-Schema treu: Auch wenn die Zertifizierung nach ISO und HACCP durchaus positiv zu bewerten ist, zeigt sie doch, dass der Hersteller Wert auf Qualitätssicherung setzt, so wäre eine Zertifizierung nach dem strengeren GMP-Standard vorzuziehen.

Drwolz Darmflora Plus Select

Mit 50 Punkten sichert sich Darmflora plus select den 2. Platz, allerdings mit grossem Abstand.

Zwar kann das Produkt mit der Zugabe von Vitamin B2 und B7 zur Unterstützung der Darmschleimhaut sowie eine ISO- und HACCP-Zertifizierung aufwarten, doch lassen sowohl Dosierung als Diversität zu wünschen übrig.

Probaflor
Probaflor Tp
Gesamtwertung
35
Anzahl an Stämmen
25
Dosierung
75
Darmschleimhaut
0
Verpackung
25
GMP-zertifiziert
50

Vorteile

Inulin dient den enthaltenen Bakterien als Präbiotikum.
Die Kapseln sind über den eigenen Onlineshop, Amazon sowie Online-Apotheken bestellbar und damit gut verfügbar.

Nachteile

Cross Black
Die Anzahl der Bakterienstämme ist eher gering.
Cross Black
Insbesondere in Bezug auf die 3-Monats-Dose ist aufgrund der Verpackung die Stabilität der Kapseln fraglich.

Probaflor liefert leider nur 11 Bakterienstämme und liegt damit im Mittelfeld – jedoch weit entfernt vom Testsieger. Erfreulich ist dagegen die relativ hohe Dosierung von 20 Mrd. KBE. Die Zugabe von Inulin als Präbiotikum ist dagegen ein zweischneidiges Schwert: Zwar kann es guten Darmbakterien als Futter dienen, doch reagieren viele Menschen mit Blähungen darauf. 

Bei der Verpackung macht der Hersteller Abstriche: Zwar ist die Plastikdose mit einer speziellen Schicht ausgestattet, welche eingedrungene Feuchtigkeit binden soll, jedoch liegen der Redaktion keine überprüfbaren Daten vor, inwieweit dies über die gesamte Dauer des Gebrauchs gewährleistet ist. Der Hersteller gibt an, nach ISO- und FDA-Standards zertifiziert zu sein, macht aber keine Angaben zu einer GMP-Zertifizierung.

Probaflor Tp

Mit 35 Punkten landet Probaflor von Nupure auf dem 3. Platz.

Positiv hervorzuheben ist dabei die Dosierung, leider enttäuscht das Produkt dafür in Bezug auf Vielfalt der Bakterienstämme sowie bei der Verpackung.

Botanicy Probiotic

Botanicy Probiotic
Gesamtwertung
30
Anzahl an Stämmen
0
Dosierung
25
Darmschleimhaut
0
Verpackung
75
GMP-zertifiziert
50

Vorteile

Zugabe von Fructooligosaccharide als Präbiotikum sowie Vitamin D3 zur Unterstützung des Immunsystems.

Gute Verfügbarkeit.

Nachteile

Cross Black

Sehr geringe Diversität.

Cross Black

Keine Unterstützung der Darmschleimhaut.

Mit gerade einmal 4 Bakterienstämmen – der geringste Wert in unserem Test – fällt Probiotic Duocap in dieser Kategorie leider durch. Auch die Dosierung von nur 10 Mrd. KBE kann nicht überzeugen. Erfreulich ist dagegen die Verpackung in einem Blister, wenn auch keinem Alu-Alu-Blister.

Der Hersteller gibt eine Zertifizierung nach ISO und HACCP an, es gibt jedoch keine Hinweise auf ein GMP-Zertifikat. Positiv hervorzuheben ist dagegen, dass das Präparat Fructooligosaccharide als Präbiotikum und Vitamin D3 enthält. Wirkstoffe, die explizit die Darmbarriere adressieren, sucht man dagegen vergeblich.

Botanicy Probiotic

Bei Botanicy Probiotic reicht es nur für 30 Punkten und damit den 4. Platz. Die Darmschleimhaut unterstützende Stoffe fehlen ebenso wie eine GMP-Zertifizierung. Und auch die Dosierung überzeugt kaum. Das kann leider nicht einmal die Blisterverpackung auffangen.

Lactobact Forte

Lactobact Forte
Gesamtwertung
25
Anzahl an Stämmen
0
Dosierung
0
Darmschleimhaut
75
Verpackung
25
GMP-zertifiziert
0

Vorteile

Gleich zwei Stoffe sollen die Darmbarriere unterstützen.

Die Kapseln sind vegan, gluten- und laktosefrei.

Nachteile

Cross Black

5 Bakterienstämme sind für ein solches Präparat leider nicht ausreichend.

Cross Black

Die Dosierung fällt zu gering aus.

Weit abgeschlagen auf dem letzten Platz landet Lactobac Forte. Worauf sich der Zusatz „forte“ bezieht, konnte die Redaktion leider nicht nachvollziehen, enthält das Präparat doch die mit Abstand geringste Dosierung aller Produkte im Test. Mit gerade einmal 5 Bakterienstämmen kann es auch in dieser Kategorie keinen Boden gutmachen.

Erfreulicher ist dagegen die Zugabe von Biotin zur Unterstützung der Darmschleimhaut. Auch von der Aminosäure Glutamin wird ein positiver Effekt auf die Darmbarriere vermutet, jedoch konnte dieser noch nicht abschliessend geklärt werden. Die Kapseln sind vegan, gluten- und laktosefrei.

Eine GMP-Zertifizierung sucht man vergeblich. Die Verpackung lässt ebenfalls zu wünschen übrig: Die Plastikdose lässt bei jedem Öffnen Luft und damit Feuchtigkeit an das Produkt. Wie viele der enthaltenen Bakterien zum Packungsende hin tatsächlich noch lebensfähig sind, ist daher mehr als ungewiss.

Lactobact Forte

Das Schlusslicht in unserem Test bildet Lactobact Forte – das Produkt erreichte gerade einmal 25 Punkte. Das liegt vor allem an einer zu geringen Stammdiversität und der fehlenden GMP-Zertifizierung.

Fazit

Auch wenn Detox-Kuren aktuell das Gesundheits-Gesprächsthema schlechthin sind, sollte man sich nicht allein auf Hörensagen verlassen, sondern versuchen, die physiologischen Abläufe, die für mehr Wohlbefinden sorgen, zu verstehen. Aus diesem Grund sind Darmkuren auch der deutlich vielversprechendere Ansatz.

Bereits jetzt lässt sich der grosse Einfluss des Darms und seiner bakteriellen Bewohner auf viele Gesundheitsbereiche erahnen. Gleichzeitig zeigt sich aber, dass der heutzutage verbreitete stressige Lebensstil unser Darmmikrobiom negativ beeinflussen kann. Darmkuren können dann in vielen Fällen eine sinnvolle Ergänzung sein. Jedoch zeigt sich bei genauerer Betrachtung, dass sich zwischen den auf dem Markt befindlichen Produkten doch enorme Qualitätsunterschiede ausmachen lassen.

Daher ist es besonders wichtig, sich vor dem Kauf umfassend zu informieren.

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Kijimea K53 Advance

Bewertung im Vergleich: 95/100
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Wissenschaftliche Quellen

1 Frémont, M, Coomans, D, Massart, S, & De Meirleir, K. High-throughput 16S rRNA gene sequencing reveals alterations of intestinal microbiota in myalgic encephalomyelitis/chronic fatigue syndrome patients. Anaerobe, 22, 50–56 (2013).  https://doi.org/10.1016/j.anaerobe.2013.06.002

2 Turnbaugh, PJ et al. An obesity-associated gut microbiome with increased capacity for energy harvest. Nature 444, 1027–1031 (2006). https://doi.org/10.1038/nature05414

3 Faith, JJ et al. Gut microbiota from twins discordant for obesity modulate metabolism in mice. Science (New York, N.Y.), 341(6150), 1241214 (2013). https://doi.org/10.1126/science.1241214

4 De Pessemier, B et al. “Gut-Skin Axis: Current Knowledge of the Interrelationship between Microbial Dysbiosis and Skin Conditions.” Microorganisms vol. 9,2 353. 11 Feb. 2021, doi:10.3390/microorganisms9020353

5 Kim, Sangman M et al. “Fecal microbiota transplant rescues mice from human pathogen mediated sepsis by restoring systemic immunity.” Nature communications vol. 11,1 2354. (11 May. 2020). doi:10.1038/s41467-020-15545-w

6 Xiong, Ruo-Gu et al. “The Role of Gut Microbiota in Anxiety, Depression, and Other Mental Disorders as Well as the Protective Effects of Dietary Components.” Nutrients vol. 15,14 3258. 23 Jul. 2023, doi:10.3390/nu15143258

7 Ke, S, Guimond, A, Tworoger, S, Huang, T, Chan, A, Liu, Y, & Kubzansky, L. Gut feelings: Associations of emotions and emotion regulation with the gut microbiome in women. Psychological Medicine, 1-10 (2023). doi:10.1017/S0033291723000612

8 Tomova, A et al. “The Effects of Vegetarian and Vegan Diets on Gut Microbiota.” Frontiers in nutrition vol. 6 47. 17 Apr. 2019, doi:10.3389/fnut.2019.00047

Über den Verfasser

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Frank Mehrbach wurde 1965 in Hamburg geboren und lebte seine Leidenschaft für das Schreiben schon früh durch sein Mitwirken in diversen Studentenzeitungen aus. Nach seiner akademischen Laufbahn besuchte er zahlreiche Seminare und Vorträge rund ums Thema Gesundheit, durch die er sein journalistisches Handwerk mit seiner Leidenschaft für Medizin kombinieren konnte. Mehrbach schrieb für verschiedene medizinische Fachzeitschriften und Gesundheitsmagazine.

2005 trat Frank Mehrbach schliesslich dem Redaktionsteam von Fachmagazin Apotheke bei. Dank seiner fundierten Kenntnisse aus dem Gesundheitssektor und seinem Talent für präzise und verständliche Wissenschaftskommunikation stieg er schnell die Karriereleiter hoch. Im Jahr 2015 übernahm er die Position des Chefredakteurs.

Unter Mehrbachs Leitung veröffentlicht Fachmagazin Apotheke eine Vielzahl von Artikeln und Reportagen, die sich sowohl an medizinisches Fachpublikum als auch interessierte Laien richtet. Sein Ziel ist es, komplexe medizinische Themen verständlich darzustellen und gleichzeitig den neuesten Stand der Forschung zu präsentieren. Frank Mehrbach ist bekannt für seine sorgfältige Recherche und sein Engagement für qualitativ hochwertigen Journalismus.

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